AngstRaum – Alptraum Unterführung am Rheda’er Bahnhof

Am 10.12. tagte zum ersten Mal in der Legislaturperiode 2020 – 2026 der Bauauschuss in neuem Format – denn Umwelt- Klima-Schutz und Verkehr wurden abgetrennt in einen separaten Ausschuß, die Sitzungen im „alten“ kombinierten sogenannten BSUV hatten eine Mammut-Tagesordnung und die Diskussionen gingen manchmal bis spät in den Abend hinein. Mit einem neuen Vorsitzenden sollte der mit ABS abgekürzte Ausschuss als Synonym für „Antiblockiersystem“ und Pushen von Themen um Bauen und Wohnen stehen. Wegen der vielen Entscheidungen, die durch die Kommunalwahl auf die „lange Bank“ geschoben werden mußten, ging es dann diesmal auch bis in den späten Abend. Die Ausschuss-Mitglieder konnten die Stadthalle erst um 21:45 Uhr in den verdienten Feierabend verlassen.

Ein Thema, die Verschönerung der Bahn-Unterführungen Herzebrocker- und Pixeler-Strasse, wurde sehr kontrovers diskutiert.

Hier lag ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor – erstmal die Kosten nur zur Herzebrocker Strasse ausgearbeitet, um die Unterführungen durch eine künstlerische Lichtinstallation aufzuwerten. Das sollte den Bürgern von Rheda-Wiedenbrück 356 000 Euro aus der Stadtkasse wert sein, wenn auch die Unterführung doch im Besitz der Bahn ist. Die hatte auf Anfrage informiert, daß man dort die nächsten sieben Jahre keine gründliche Instandsetzung in der Pipeline hätte! Warum man im Rathaus zwar für beide Unterführung eine Lösung entwickelt hatte – jedoch nur die eine – kürzere – dem Ausschuss zum Beschluss vorgelegte – man weis es nicht. Vielleicht wäre der Schock sonst zu gross geworden? Das aufhübschen zweier Objekte, die der Stadt gar nicht gehören, für 700 000 Euro ? Oder eine Million ? Fragen über Fragen?

Das aufhübschen zweier Objekte die der Stadt gar nicht gehören – für 700 000 Euro – oder mehr ?

Während man an der Herzebrocker Strasse die vorhandenen Fliesen, wohl nach 50 Jahren mangelnder Pflege von Dreck und Ruß gezeichnet, vor der Lichtinstallation einer gründlichen Reinigung unterziehen wollte, beschrieb die Vorlage für die Pixeler Unterführung schwelgerisch das: “ Das Bauwerk dabei bewusst als „Ruine“ als Kontrast im Hintergrund wirken soll“. Im Klartext : Am aktuell heruntergekommenen Zustand dieser langgezogenen Unterführung sollte gar keine optische Verbesserung geschaffen werden – hier wollte man lediglich das Elend künstlerisch wertvoll ausleuchten.

Nun will man auf keinen Fall die Kompetenz des Erstplazierten dieses Künstler-Wettbewerbs, Studio-Hildebrand aus Essen (http://studio-hildebrand.net) in Abrede stellen! Klar haben die garantiert ihr Bestes gegeben… Wenn es hier um die künstlerische Ausgestaltung von zwei frisch renovierten Unterführungen Baujahr 1917; und auf Kosten von Die Bahn gegangen wäre… mit Sicherheit würden die Bürger einem solchen Projekt wahrscheinlich begeistert zustimmen – ABER! Einen Schildbürgerstreich von der Lichtgestaltung eines abgewrackten Bauwerks zu Lasten der Steuer- und Gebührenzahler von Rheda-Wiedenbrück, das wollte die FWG auf keinen Fall mittragen! Unserer Ansicht nach eine kapitale Fehlinvestition, und, falls so umgesetzt wie vorgeschlagen, ein Fall für das alljährliche Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler.

Ein Fall für das alljährliche Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler!

Deshalb waren wir vor Ort und ein von uns beauftragtes Unternehmen für Fassadenreinigung hat einige Fliesen an der Herzebrocker Str. kompetent einer sachgemässen Reinigung unterzogen. Man sieht das erstaunliche Ergebnis. Das gibt es für geschätzt 18 000 bis 20 000 Euro! Dazu muss man noch die Werbeflächen abbbauen und die Ausleuchtung in der Unterführung mit modernen LED’s umrüsten. Sowie herausgefallene Fliesen verputzen und streichen. Wenn dann die Eingänge noch mit hellen freundlichen Farben oder mit Graffiti unter Leitung des Gestaltungsbeirats verschönt werden wie an der Unterführung „Alte Weberei“ in Gütersloh … dann hat man für vielleicht 40 000 Euro ein ansehnliches Ergebnis geschaffen. Und falls die Bahn es sich in den nächsten Jahren doch anders überlegt und mit einer Rehabilitierung der 103 Jahre alten Stampfbeton-Brücke loslegt, zum Beispiel weil Sicherheitsexperten das zwingend vorschreiben….

Wird die Stadt eben NICHT etliche hunderttausend Euro in den Sand gesetzt haben!

Die Hälfte von viel zuviel ist immer noch zuviel!

Das gleiche gilt für die Pixeler Strasse… wo die Unterführung fast drei mal so lang ist wie an der Herzebrocker. Wollen unsere Einwohner durch eine für 500 000 oder mehr Euro teure künstlerisch beleuchtete Unterführung mit Ruinencharakter fahren? Auch wenn es einen Landeszuschuss zu dieser Aktion gäbe – das sind ebenfalls Steuergelder – und die Hälfte von viel zuviel ist immer noch zuviel! Wie abgehoben muss man sein um sowas ernsthaft in Erwägung zu ziehen?

Die wirklichen Probleme sind doch ein Schandfleck von Fassadenzustand, der auch als Endzeit-Film Kulisse für einen Mad Max Action-Thriller dienen könnte – und die viel zu engen Bürgersteige! Das muss thematisiert werden ! Ja – in diesem Fall müssen wir das Rad echt neu erfinden!

Der Fassadenzustand kann als Endzeit-Film Kulisse für einen Mad Max Action-Thriller dienen!

Die FWG schlägt vor das man sich bei der Rehabilitation auf das Minimum beschränkt. Verputzen – streichen oder Graffiti aufbringen lassen, vernünftig mit einfachen LED’s ausgeleuchtet. Das kann der normale Bürger noch nachvollziehen. Aber, neben den Kosten für die Hardware und Installation dieser besonders gestalteten Leuchten, zusätzlich noch 300 000 oder mehr Euro an Künstlerhonorar in ein Objekt investieren… was nicht mal der Stadt gehört – wie soll der Bürger das verstehen?

In den Unterführungen Herzebrocker / Pixeler Straße die Bürgersteige um EINEN Meter verbreitern!

Wir müssen stattdessen mit dem Kreis und/oder mit Strassen NRW Gespräche beginnen, wie wir in beiden Unterführungen die Bürgersteige beidseitig um je einen Meter verbreitern können – für Fussgänger, Rollstuhl- und Fahrradfahrer, denn da besteht augenscheinlicher Handlungsbedarf!

Was kann Politik an Massnahmen aufgreifen den Schandfleck und Angstraum aufzulösen?

Ist klar – die Verwaltung als Behörde spricht mit der Behörde DB – Netz in Hamm und fragt an – ob die für beide Objekte im absehbaren Zeitraum eine Rehabilitation in der Pipeline haben. Die antworten „Nö – die nächsten sieben Jahre tut sich da nix“ – und damit ist der Sachverhalt geklärt. Muss man sich mit der Antwort zufrieden geben? Die Verwaltung kann sich nicht beim Bahnchef, Herrn Lutz, beschweren. Aber wir Politiker zuallererst – und Sie – die Bürger – können das! So ist der Bahn Vize Ronald Pofalla CDU Mitglied… die Ratsmitglieder aller Parteien sollten ihre Abgeordneten in Berlin ansprechen! Und das Thema Angstraum Unterführungen in Rheda-Wiedenbrück beim Bahnvorstand priorisieren. Herr Brinckhaus ist Rheda-Wiedenbrücker… er sollte in so einem prekären Fall mal bei seinem Parteikollegen persönlich Druck machen!

Herr Brinckhaus: als Rheda-Wiedenbrücker sollten Sie beim Parteikollegen Pofalla Druck machen!

Die Bahn wirbt mit dem Image – grüner kundenfreundlicher Arbeitgeber, der sich immer darum bemüht gute Standards in seinen Zügen und Bahnhöfen zu bieten! So findet man folgende vollmundige Informationen auf der DB Webseite zu Investitionen in NRW:

Jetzt geht’s los: In NRW nimmt das Sofortprogramm des Bundes Fahrt auf. Die Vorbereitungen der Deutschen Bahn (DB) sind abgeschlossen, die Handwerker stehen bereit: An insgesamt 18 Bahnhöfen in NRW beginnen die Modernisierungsarbeiten. Kleinere Verschönerungsmaßnahmen, wichtige Renovierungsarbeiten oder energetische Sanierungen werden durch das Sofortprogramm des Bundes für Handwerksbetriebe finanziert und durch die DB kurzfristig umgesetzt!

Atmosphäre im Bahnhof hui – Unterführung pfui!

Wir veröffentlichung hier die Email Adressen der Bahnvorstände und wenden uns an alle Ratsmitglieder Rheda-Wiedenbrücks; und auch an Sie – die Bürger, diese beiden Manager darauf aufmerksam zu machen – für was für Schrott-Bauwerke an der wichtigsten Ost-West Bahnverkehrs-Ader von Deutschland sie verantwortlich sind.

Postadresse:
Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin

Bahnchef ist Dr. Richard Lutz – email: richard.lutz@deutschebahn.com

Vorstand für Infrastruktur ist Herr Ronald Pofalla email: ronald.pofalla@deutschebahn.com

Ausserdem sollte man die Pressestelle von DB ins CC setzen… damit die für die Vermarktung vom guten Ruf von Die Bahn mitkriegen das es auch schlechte Presse für DB-Netz geben kann!

presse@deutschebahn.com

Hier der Text – den jeder kopieren darf und in die Email an die beiden DB Vorstände einfügen sollte. Wir von der FWG haben das schon erledigt. Vergesst nicht eure Adresse anzugeben. Und natürlich den Empfänger Lutz oder Pofalla anpassen. Danke für eure Unterstützung!

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An Herrn Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der DB AG
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin

Betr: AngstRaum – Alptraum: Bahnunterführungen am Rheda’ er Bahnhof

Sehr geehrter Herr Dr. Lutz,

als Einwohner von Rheda-Wiedenbrück wende ich mich in dieser speziellen Zeit an Sie – um auf eklatante Mängel an zwei Bahnunterführungen, Baujahr 1917, hinzuweisen, die viele Bürger unserer Stadt verärgern und aufregen.

Dabei handelt es sich um die Unterführungen nahe am Bahnhof – die Herzebrocker und die Pixeler Straße (Fotos in der PDF Anlage). An diesen Objekten hat man allem Anschein nach in den letzten 50 Jahren weder die Wände gereinigt noch Risse und großflächig abgeplatzten Putz wieder sachgerecht Instand gesetzt. Wenn man den Blick nach oben richtet – sieht man Gestrüpp das überall am Rand der Gleiskörper wuchert… und dessen Wurzeln noch mehr Schaden an der Bausubstanz anrichten.

Auf Nachfragen bei DB-Netz in Hamm ist es bisher nicht beabsichtigt, zumindest innerhalb der nächsten sieben Jahre, an diesem desolaten Zustand etwas zu verbessern. Besonders an der Pixeler Straße ist die Unterführung in dermaßen unsäglich schlechtem Zustand, dass sie gut und gerne als Kulisse für einen Endzeit-Action Thriller dienen könnte.

Wenn man „Bahnunterführung+Zustand“ googelt, findet man mehr als 30 000 Einträge… und bei vielen kommen Schlagworte wie „marode, grässlich und bröckelnd“ vor. Das führt so weit, das genervte Bürger solchen Druck bei der Kommune aufbauen das diese nach jahrelanger ergebnisloser Diskussion mit DB – Netz dann zähneknirschend Steuerzahlers Geld in die Hand nehmen und die Arbeiten durchführen – die an sich in die Verantwortung des Unternehmens fallen, wo Sie Vorstand sind! Hat das Methode? Spart man so Kosten? Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sehen wir auf den Internet Seiten der Bahn Lichterglanz und schön herausgeputzte Weihnachtsbäume in liebevoll restaurierten Bahnhöfen!

Aber wenn der Bahnkunde den Bahnhof verlässt, dann ist es vorbei mit dem schönen Schein und er betritt den Angstraum Bahnunterführung mit Grausen!

Sehr geehrter Herr Dr. Lutz, ich fordere Sie auf – Verantwortung für die beiden Unterführungen am Bahnhof in Rheda zu übernehmen und diese unverzüglich in einen Zustand zu versetzen, der ihrem angestrebten Corporate-Image „Grün – Sauber – Sicher„ entspricht. Die Bürger von Rheda-Wiedenbrück setzen auf Sie!

Mit freundlichen Grüssen
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