Fassadenbemusterung RhedaMed Pott-Hartwig

Heute am 18.12.2020 trafen sich Verwaltung, der Architekt des Investors, einige Ratsmitglieder und der Gestaltungsbeirat von Rheda-Wiedenbrück, um sich gemeinsam vor Ort ein Bild vom möglichen zukünftigen neuen Fassadenklinker und der Ausführung der Dachziegel zu machen. Nach Information des Architekten drängt die Zeit, da es sich teilweise um spezielle Klinkersteine handelt, und man Kontingente vorbestellen sollte. Da in den Ziegeleien bald eine Winterpause eingelegt wird.

Grundriss Erdgeschoss
Gebäudeanmutung roter Klinker
Gebäudeanmutung roter + heller Klinker
Alle möglichen Klinker
Klinker für Neubau

Es standen drei Fassadenklinker zur Auswahl – davon wurden die Klinker 1 und 2 für das Altgebäude empfohlen, in der ersten Slideshow auf der rechten Seite zu sehen. Die anwesenden Ratsmitglieder und der Gestaltungsbeirat favorisierten dafür Klinker 1. Rotziegel, Reichsformat mit leichten Changierungen, im Kreuzverband gemauert. Und für die Fassade des Neubaus auf der linken Seite der ersten Slideshow Klinker Nr. 3, Rotziegel mit violetten Akzenten , Normalformat, im Läuferverband gemauert.

Alle Gebäude werden die gleichen antrazithfarbenen Fensterrahmen (1) erhalten. Als Dachziegel – ebenso für das alte und das neue Gebäude fand die Mehrzahl der Begutachter die Pfanne Nr 2, ein Variohohlfalzziegel in naturrot, am schönsten. Wenn auch in der ursprünglichen Animation der Gebäude schwarze Dachziegel gezeigt wurden. Beides, antrazith und rot, ist auf den um das RhedaMed liegenden Gebäuden gedeckt. Jedoch befürwortet man für das Zentrum von Rheda, ähnlich wie bereits seit vielen Jahren in Wiedenbrück vorgeschrieben, in Zukunft generell rote Dachpfannen! Für das RhedaMed werden sie eine engobierte Oberfläche erhaten, weil das länger Widerstand gegen Moos und Pilzbefall bieten soll.

Nachtrag vom Montag – dem 21.12.2020 – Alles zurück auf NULL!

Die am Freitag beim Vor-Ort-Termin der Verwaltung, den Bau-Ausschuss Mitgliedern, Gestaltungsbeirat und dem Investor getroffene Vorgehensweise wurde durch Intervention des Ausschuss-Vorsitzenden gekippt. Der Grund war – das in einer vergangenen Sitzung der letzten Legislaturperiode der Entscheidungsprozess anders abgesprochen wurde. Also – Kommando zurück – das Treffen am 18. hätte so gar nicht stattfinden dürfen und sollen. Jetzt wird noch mal Protokollkonform vorbereitet und dann trifft man sich im nächsten Jahr erneut vor Ort zu einer Begutachtung.

Eine ganz andere Frage im Zusammenhang mit dem RhedaMed Projekt interessiert die Nachbarschaft und Bürger des Rheda’er Zentrum viel mehr als Klinkerfarbe und Dachziegel Design!

Für ein Objekt dieser Grössenordnung sind ca 60 Parkplätze vom Bauherrn zu schaffen, an dieser Stelle ist das nur durch den Bau einer Tiefgarage zu erreichen! Der Verpflichtung will der Investor aus Kostengründen (rechnet sich nicht) aus dem Weg gehen und nur 13 Parkplätze ebenerdig einrichten – von der Pflicht die restlichen Stellplätze zu schaffen will man sich freikaufen – für einen Betrag der wesentlich unter den Kosten von Tiefgaragenstellplätzen liegt.

https://www.mitnaturwohnen.de/2020/06/06/parkplatzablose-darfs-ein-bischen-mehr-sein/

Wieso wird eine Extra-Wurst an dieser Stelle gebraten – wo bei anderen Projekten in der Innenstadt und sogar in außenliegenden Wohngebieten auf dieser Verknüpfung zwischen Anzahl Wohnungen und dazugehörigen Parkplätzen auf dem Grundstück von Verwaltung und Politik konsequent bestanden wird?

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