FWG Interview Stadtgespräch Sept 2020 Teil 2

Qualifizierte Arbeitsplätze
Zu der Ansiedlung von Amazon verwies er auf die vielfach gehörte Sorge aus der Bürgerschaft, dass damit in großer Zahl weniger qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Die gebe es mittlerweile genug in Rheda-Wiedenbrück. Endlich muss die Ansiedlung von Unternehmen mit qualifizierten Arbeitsplätzen erfolgen, so die Erwartungen der Bürger. Sie fordern ebenfalls die Erhöhung der Anforderungen an die Werkvertrags-unterkünfte. Diese seien, wenn es sich um Beherbergungsbetriebe handle nicht in Wohngebieten zu eröffnen. Beherbergungsbetriebe gelten eben nicht als Wohnhäuser. sondern als Gewerbe, so Kamin.

Mit Blick auf die lange Bauzeit z. B. der Straßen im so genannten Flussviertel an der Wegböhne griff er die Beschwerden der Anwohner auf. Es sei verständlich, dass ihnen irgendwann der Geduldsfaden reißt, wenn sie erleben, dass der Bauunternehmer zwischendurch seine Arbeiter abzieht und auf anderen Baustellen arbeiten lässt, bevor die Straßener-neuerung abgeschlossen war. Die Bürger fordern bei Bau-Entscheidungen diese nur noch mit Realisierungszeiten zu fassen. Diese Vorgaben müssen in den Verträgen mit den Unternehmen konsequent vereinbart werden.

Transparenz
Grundsätzlich erwarten die Bürger mehr Transparenz. Dazu gehöre die Übertragung von Sitzungen im Internet. Schluss müsse ebenfalls mit der Politik hinter verschlossenen Türen sein, egal ob im Arbeitskreis »Wohnen« und »Haushaltskonsolidierung«, oder im Aufsichtsrat der Flora Westfalica. Die Bürger müssen nachvollziehen können. wer was zu einem Thema sagt. Zudem müssen sie mehr eingebunden werden, sei es bei der Kolpingstraße, den Planungen im Gelände der Flor, und jedem wichtigen Thema, das für die Weiterentwicklung Rheda-Wiedenbrücks bedeutend ist. Der ISEK-Prozess mache deutlich wie das gehe und wie groß der Bedarf in der Bevölkerung ist.

Bürgernahe Verwaltung
Kamin formulierte ebenfalls die Erwartungen der Bürger an eine Bür-gernahe Verwaltung: weniger Bürokratie, keine Amtssprache, klare und zügige Antworten, nachvollziehbare Entscheidungen, mehr arbeitneh-merfreundliche Öffnungszeiten. Die obere und mittlere Führungsriege muss in dieser Stadt wohnen, damit sie das Leben hier kennt und sich mit Rheda-Wiedenbruck identifizieren kann.

Bauanträge
Mehr Bürgernahe durch schnelle Entscheidungen erwartet die FWG z. B. auch bei Bauanträgen. Als Negativbeispiele nennt Kamin den Gän-semarkt und das geplante Ärztehaus auf dem Pott-Hartwig-Gelände. Als ihren wesentlichen Verdienst sieht die FWG die Verhinderung des Recyclinghofs und der Müllumladestation auf dem früheren Liefu-Ge-lände, so Kamin. Das dort nun vorgesehene Cobus-Concept-Bürohaus habe die Chance die gewünschte Visitenkarte für die Stadt zu werden.

Plakatierung
Die FWG sieht das umfängliche Plakatieren in der heutigen Zeit der Medienvielfalt als längst Überflüssige, zeitaufwendige und teure Methode, Wähler gewinnen zu wollen. Immer mehr Bürger empfinden diese Wahlkampfart als störend. Außerdem würden sie sicherlich auch von den über 187 Millionen Steuergeldern mitfinanziert, die die an Bundes-und Landtagswahlen teilnehmenden Parteien mit steigender Tendenz jährlich erhalten. Auf die Erhöhung dieser Mittel haben die empfangenen Parteien ebenfalls in diesem Jahr nicht verzichtet.

Kein Fraktionszwang
Wer all das will, so das Spitzentrio Dirk Kamin, Günter Arlt und Bianca Weber, der sollte die FWG wahlen. Sie ist frei und unabhängig und vor allem Bürgernah, ohne Fraktionszwang — und nicht wie die Parteien, an Beschlüsse und Programme der Landes-u. Bundespartei gebunden. Wie gut das funktioniere zeige Langenberg, so die Wahlleiterin Susanne Mittag bei der Kandidatenaufstellung. Die Bürgermeisterin aus Langen-berg vertritt die FWG mit Erfolg in der Nachbargemeinde. Die Kandidatenliste der Freien Wähler von Rheda-Wiedenbrück zeigt ein ausgewogenes Spiegelbild der Gesamtbevölkerung unserer Stadt und darauf ist man stolz.