Kamin brennt für Eislaufbahn in Rheda

© Die Glocke Rheda-Wiedenbrück 28.01.2017
Kamin brennt für Eislaufbahn in Rheda Rheda-Wiedenbrück (sud) – Aufs Glatteis führen will Ratsherr Dirk Kamin die Besucher der Rhedaer Innenstadt. Geht es nach dem Willen des Unabhängigen Wählers, könnten Jung und Alt schon im kommenden Winter auf dem Rathausplatz mit Schlittschuhen ihre Runden drehen.

Bild: Sudbrock

Feuer und Flamme für die Einrichtung einer Eislaufbahn auf dem Rathausplatz in Rheda ist der FWG-Politiker Dirk Kamin. Eine mehrwöchige Großveranstaltung wie diese trage zur spürbaren Belebung der Innenstadt bei, gibt sich der Ratsherr zuversichtlich. Bild: Sudbrock

Für die Idee, vor dem kommunalen Verwaltungsgebäude in der Rhedaer Fußgängerzone eine Eislaufbahn zu installieren, ist Dirk Kamin nach eigenem Bekunden bereits seit Jahren Feuer und Flamme. Bei der Stadtverwaltung und der Flora-Westfalica-GmbH ist der FWG-Politiker mit seinem Ansinnen nach eigenem Bekunden bereits mehrfach vorstellig geworden. Rückmeldungen habe es aber keine gegeben, bedauert Dirk Kamin. „Die haben wohl Angst, dass durch das Projekt zusätzliche Arbeit auf sie zukommt“, vermutet der Ratsherr aus der ehemaligen Fürstenstadt an der Ems.

Mehraufwand zahlt sich aus

Dabei würde sich der Mehraufwand schnell bezahlt machen, gibt sich Kamin überzeugt. „Von einer Eislauffläche vor dem Rathaus würde die gesamte Innenstadt profitieren“, sagt der Unabhängige Wähler. „Denn eine mehrwöchige Winterattraktion würde zu einer spürbaren Belebung der Fußgängerzone führen.“

Förderung des Einzelhandels

Kindergärten, Schulen, Vereine, Freundeskreise und Firmenbelegschaften könnten die Eisbahn nutzen, erläutert Kamin. Auch Wettbewerbe, beispielsweise im Eisstockcurling, seien denkbar. „Ich bin davon überzeugt, dass das Angebot dankbar angenommen würde“, sagt der Bürgervertreter. Und vor oder nach der Rutschpartie bliebe noch ausreichend Zeit, um den Cafés und Gaststätten in Rheda einen Besuch abzustatten oder durch die zahlreichen Einzelhandelsgeschäfte zu bummeln.

Vier Wochen, gerne auch länger

Mindestens vier Wochen, gerne aber auch noch länger, könnte eine Eislaufbahn in Rheda zum Publikumsmagnet werden, erklärt Dirk Kamin. Möglich sei beispielsweise auch eine Kombination mit dem Adventskrämchen. Dieses finde bislang nur an fünf Tagen statt, könne eventuell aber ausgedehnt werden. „Ein guter Anfang ist mit der Glühweinhütte neben dem Bürgerbüro, die im Idealfall das ganze Jahr bewirtschaftet werden soll, bereits gemacht worden“, sagt der Unabhängige Wähler.

„Man muss es nur wollen“

Zweiflern nimmt Kamin von vornherein den Wind aus den Segeln. „Niemand soll mir mit der Behauptung kommen, der Rathausplatz sei für eine solche Freiluftveranstaltung nicht geeignet“, betont der Kommunalpolitiker. „Die Sache ist auf jeden Fall genehmigungsfähig. Man muss es nur wollen.“

„Ich versuche seit einiger Zeit, für das Projekt Begeisterung zu wecken, aber bislang stoße ich mit der Idee auf wenig Gegenliebe“, bedauert Dirk Kamin. Dabei mache eine Aktion wie diese nur Sinn, wenn wirklich alle Profiteure dahinter stehen, sich durch Sponsoring bei der Finanzierung einbringen oder bei der Organisation und Durchführung ins Rad greifen. Außer Stadtverwaltung und Flora-GmbH sieht Kamin auch die Initiative Rheda als Vertretung der Kaufmannschaft und die Altstadtinitiative in der Pflicht. Denn gerade letztere Vereinigung habe sich die Attraktivitätssteigerung des Stadtkerns auf die Fahnen geschrieben.

In Rheda gebe es eine derart publikumswirksame, mehrwöchige Veranstaltung bislang nicht. Dirk Kamin ist sich sicher, dass eine Eislaufbahn diese Lücke hervorragend ausfüllen könnte. „In anderen Städten wie beispielsweise in Oelde, Beckum und Lippstadt funktioniert es doch auch. Warum sollte es ausgerechnet in Rheda nicht klappen?“, fragt der FWG-Ratsherr.